WENGEN / BERNER OBERLAND

Klassischer Ferienort mit sportlichem Flair und einmaliger Weitsicht.

Wengen (1274 m) liegt auf einer windgeschützten Sonnenterrasse am Fusse von Eiger, Mönch und Jungfrau, ohne Zufahrtsstrasse, nur mit dem Zug erreichbar, 400 Meter hoch über dem Lauterbrunnental. Seit 1893 erreicht man Wengen von Lauterbrunnen aus mit der historischen Wengernalpbahn. Der traditionsreiche Ferienort ist der ideale Ausgangspunkt für Wintersportler und Sonnenhungrige: in kürzester Zeit gelangen die Gäste mit der Luftseilbahn zum Männlichen oder mit der Zahnradbahn zur Kleinen Scheidegg. Anfänger tummeln sich auf dem Ski-Übungsgelände mitten im Dorf und Nicht-Skifahrer geniessen die Wander- und Schlittelwege, die Natur- und die Kunsteisbahn mit Curling-Rinks oder einfach die Aussicht von einer der Sonnenterrassen. Wengen ist aber nicht nur für die Weltcup-Skirennen am Lauberhorn bekannt -

- im Sommer finden einzigartige Veranstaltungen wie die Mendelssohn Musikwoche oder der Jungfrau Marathon statt. Unvergessliche Ausflüge und Bergwanderungen ins UNESCO Welterbe gehören ebenso zum Programm wie eine Partie Minigolf oder das beheizte Freibad mit Aussicht auf die Jungfrau.

Idyllische Chalets
Idyllische Chalets
urtümlich
urtümlich

GESCHICHTE

Der Ort Wengen wurde im Jahre 1268 erstmals als «uf Wengen» erwähnt. Die Herkunft des Namens ist nicht sicher zu bestimmen, es könnte sich um Wangen (Berghang wie eine Wange) oder Wengen (wässrige Wiesen) handeln.

Die Bewohner lebten ein abgeschiedenes, einfaches Leben. Trotzdem erreichte die grosse Pestwelle 1669 auch das Bergdorf Wengen. Dazu kamen immer wieder Naturkatastrophen, die die Bewohner zu erdulden hatten. 1770 verloren acht Menschen ihr Leben bei einem schweren Lawinenniedergang. 1791 ereignete sich ein Bergsturz bei In Gassen, der Menschen- und Tierleben kostete. Föhn- und Herbststürme vernichteten überdies immer wieder Haus und Wald.

Die ersten «Touristen» kamen im 18. Jahrhundert, auf der Durchreise von Lauterbrunnen über die Wengernalp und die Kleine Scheidegg nach Grindelwald, am Bergdorf Wengen vorbei. 1859 wurde in Innerwengen ein erstes Gasthaus eröffnet. In den 1890er Jahren wurde die Bahn auf die Wengernalp gebaut, damals das modernste Verkehrsmittel, und heute noch das Einzige: Eine Kraftfahrstrasse gibt es bis heute nicht. Die Einwohnerzahl stieg von 210 (1783) auf 811 (1900).

Im Zweiten Weltkrieg waren hier britische und amerikanische Flieger sowie polnische Soldaten interniert. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging es mit dem Tourismus wieder aufwärts. Im Moment (2008) erlebt Wengen einen Bauboom. Mit dem massiven Bau von Ferienwohnungen schreitet auch die Zersiedelung der Landschaft vorwärts.